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Produktinformationen
Details
Abgabehinweis: Rezeptpflichtig
Kosmetikum nach EG-Verordnung: Nein
Lebensmittel: Nein
Monopräparat: Ja
Nahrungsergänzungsmittel: Nein
Notfallkontrazeptiva: Nein
Pflanzliches Arzneimittel: Nein
Tierarzneimittel: Nein
PZN: 19777010
Produktname: JYLAMVO 2 MG/ML LSE
Anbieter: Oresund Pharma ApS
Packungsgröße: 60 ml
Darreichungsform: Lösung zum Einnehmen
Wirksubstanz:

Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht: Vermeiden Sie die Einnahme von Alkohol.
- Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
- Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine Zeit lang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
- Bei Männern im zeugungsfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine zeitlang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
- Das Arzneimittel darf nur unter strikter medizinischer Überwachung angewendet werden.
- Das Blutbild muss während der gesamten Behandlung und ggf. nach Beendigung der Behandlung überwacht werden.
- Vor Beginn der Behandlung sollte ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden.
- Vorsicht bei Allergie gegen Zitronensäure!
- Parabene (Konservierungsstoffe z.B. E 214 - E 219) können Überempfindlichkeitsreaktionen, auch mit zeitlicher Verzögerung, hervorrufen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.

Anwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel ein. Trinken Sie etwas Wasser nach.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.

Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Veränderungen des Blutbildes, Knochenmarkstörungen mit Blutbildungsstörungen, Schleimhautentzündungen, Entzündungen und Geschwüre der Mundschleimhaut, Übelkeit, Erbrechen, Geschwüre im Magen-Darm-Trakt und Blutungen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Zusammensetzung
Typ Name Menge
Typ Wirkstoff Name Methotrexat Menge 2 mg
Typ Hilfsstoff Name Macrogol 400 Menge +
Typ Hilfsstoff Name Glycerol Menge +
Typ Hilfsstoff Name Apfelsinen-Aroma Menge +
Typ Hilfsstoff Name Sucralose Menge +
Typ Hilfsstoff Name Ethyl-4-hydroxybenzoat Menge 0,2 mg
Typ Hilfsstoff Name Natrium-4-methoxycarbonylphenolat Menge 2 mg
Typ Hilfsstoff Name Citronensäure monohydrat Menge +
Typ Hilfsstoff Name Natriumcitrat-2-Wasser Menge +
Typ Hilfsstoff Name Wasser, gereinigtes Menge +
Anwendungsgebiete
- Schwere, aktive rheumatische Gelenkentzündung (Arthritis)
- Schwere rheumatische Gelenkentzündung (Polyarthritis) im Kindesalter
- Schwere Schuppenflechte (Psoriasis)
- Schwere akute Gelenkentzündung bei Schuppenflechte (Psoriasis-Arthritis)
- Blutkrebs mit weißen Blutzellen (akute lymphatische Leukämie)
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff Methotrexat hindert Zellen daran zu wachsen, indem er die Bildung von Erbinformationen (Desoxyribonukleinsäure-DNA) behindert. Dies betrifft vor allem schnell wachsende Zellen, wie Krebszellen. Weiterhin unterdrückt Methotrexat das körpereigene Immunsystem und hat entzündungshemmende Eigenschaften.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?

- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Alkoholsucht
- Stark eingeschränkte Nierenfunktion
- Blutbildungsstörung
- Immunschwäche
- Schwere, akute oder chronische Infektionen
- Entzündung der Mundschleimhaut (Stomatitis)
- Geschwür im Mund
- Geschwür im Magen-Darm-Trakt

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 3 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: In dieser Altersgruppe sollte das Arzneimittel nur bei bestimmten Anwendungsgebieten eingesetzt werden. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker.
- Ältere Patienten: Die Behandlung sollte mit Ihrem Arzt gut abgestimmt und sorgfältig überwacht werden, z.B. durch engmaschige Kontrollen. Die erwünschten Wirkungen und unerwünschten Nebenwirkungen des Arzneimittels können in dieser Gruppe verstärkt oder abgeschwächt auftreten.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Appetitlosigkeit
- Übelkeit
- Erbrechen
- Bauchschmerzen
- Entzündung der Mundschleimhaut (Stomatitis)
- Geschwür im Mund
- Halsentzündung durch Medikamente
- Geschwür im Rachen
- Verdauungsbeschwerden
- Erhöhte Leberwerte (ALAT, AST)
- Erhöhte alkalische Phosphatase
- Vermehrter Gallenfarbstoff (Bilirubin) im Blut
- Infektion
- Verminderte Zahl an weißen Blutkörperchen (Leukopenie)
- Verminderte Zahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie)
- Blutarmut (Anämie)
- Kopfschmerzen
- Müdigkeit
- Benommenheit
- Entzündung der Lungenbläschen, die tödlich verlaufen kann
- Lungenentzündung
- Durchfall
- Entzündliche Hautrötung (Erythem)
- Hautausschlag
- Juckreiz (Pruritus)
- Bei Immunschwäche auftretende Infektion, die tödlich verlaufen kann
- Vergrößerung der Lymphknoten (Lymphom)
- Verminderung der Anzahl aller Blutkörperchen (Panzytopenie)
- Stark verminderte Zahl an weißen Blutkörperchen (Agranulozytose)
- Knochenmarkstörung mit Blutbildungsstörung (Knochenmarkdepression)
- Allergische Reaktion
- Kreislaufversagen durch eine allergische Reaktion (Anaphylaktischer Schock)
- Fieber
- Schüttelfrost
- Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
- Depression
- Krampfanfälle
- Schwindelgefühl
- Verwirrtheit
- Lungenvernarbung (Lungenfibrose)
- Geschwür im Magen-Darm-Trakt
- Blutung im Magen-Darm-Bereich
- Fettleber
- Leberfibrose
- Leberzirrhose (Schädigung des Lebergewebes)
- Verminderte Konzentration von Albumin im Blut
- Gefäßentzündung (Vaskulitis)
- Autoimmune Entzündung der Haut mit Blasen (herpetiforme Dermatitis)
- Stevens-Johnson-Syndrom
- Toxische epidermale Nekrolyse (Lyell-Syndrom)
- Rheumaknoten
- Schmerzhafte Hautveränderungen von Schuppenflechte-Plaques
- Erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut
- Verstärkte Hautfärbung durch mehr Hautfarbstoff (Hyperpigmentierung)
- Haarausfall mit Glatzenbildung (Alopezie)
- Gestörte Wundheilung
- Nesselausschlag
- Osteoporose
- Gelenkschmerzen
- Muskelschmerzen
- Nierenkrankheit
- Harnblasenentzündung
- Harnblasenentzündung mit Geschwürbildung
- Ausscheidung von Blutbestandteilen mit dem Urin
- Schmerzhafte oder erschwerte Harnblasenentleerung
- Entzündung der äußeren Geschlechtsorgane und Vagina (vulvovaginale Entzündung)
- Geschwür (Ulkus) der Scheide

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.

E-Rezept wird eingelöst